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Der Vormarsch günstiger Hotelmarken in Deutschland – Wachstum mit attraktiven Renditen

Strukturwandel im deutschen Hotelmarkt: Warum günstige, standardisierte Hotelmarken zu Wachstumstreibern und renditestarken Investment‒Assets werden
Marc Frauenholz
Self-Service Experte
Fachbeitragsautor
Modernes Hotelzimmer mit Holzboden, großem Bett, Fernseher und Blick auf ein Badezimmer mit Glaswand.
Der deutsche Hotelmarkt befindet sich seit mehreren Jahren in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Während das klassische Full‒Service‒Segment nur moderat wächst, verzeichnet insbesondere das Budget‒ und Economy‒Segment eine dynamische Expansion. Getrieben wird diese Entwicklung durch veränderte Reisegewohnheiten, ein gestiegenes Preis‒Leistungs‒Bewusstsein sowie durch stark standardisierte und technologisch optimierte Hotelkonzepte. Für die Jahre 2025/2026 wurde das Marktvolumen der deutschen Hotellerie auf rund 36 Milliarden Euro geschätzt. Innerhalb dieses Gesamtmarktes zählen günstige, standardisierte Hotelmarken zu den wichtigsten Wachstumstreibern sowohl operativ als auch aus Sicht von Investoren.

Erfolgreiche Budget- und Economy-Marken in Deutschland

Der Vormarsch günstiger Hotelkonzepte zeigt sich besonders deutlich an der Expansion zahlreicher Marken, die auf ein klar definiertes Leistungsversprechen setzen: funktionale Zimmer, zentrale oder verkehrsgünstige Lagen und ein transparentes Preismodell.
Zu den prägenden Akteuren im deutschen Markt zählen unter anderem:
  • Motel One Deutsche Economy‒Marke mit starkem Designfokus, hoher Auslastung und zentralen Innenstadtlagen
  • B&B Hotels Nach Anzahl der Häuser einer der größten Budget‒Hotelbetreiber in Deutschland mit über 220 Standorten
  • Ibis und Ibis Budget Teil der Accor‒Gruppe, breit vertreten im Economy‒ und Budget‒Segment
  • Premier Inn Stark wachsende britische Marke mit mittlerweile über 60 Hotels in Deutschland
  • Holiday Inn Express International standardisierte Economy‒Marke mit Fokus auf Geschäfts‒ und Kurzaufenthalte
  • A&O Hotels & Hostels Hybridmodell aus Hostel und Budget‒Hotel mit hoher Zimmerkapazität
  • Spark by Hilton Neue Premium‒Economy‒Marke von Hilton mit ersten Standorten und Expansionsplänen in Deutschland
Allen Konzepten gemeinsam ist ein hoher Grad an Standardisierung, der Skaleneffekte ermöglicht und die Betriebskosten deutlich reduziert.

Warum günstige Hotelmarken besonders stark wachsen

Mehrere strukturelle Faktoren begünstigen das Wachstum des Budget‒ und Economy‒Segments: Preis‒Leistungs‒Orientierung der Gäste
Sowohl Geschäftsreisende als auch Freizeittouristen verzichten zunehmend auf Zusatzleistungen und priorisieren Lage, Sauberkeit und Effizienz. Standardisierte Betriebsmodelle
Einheitliche Zimmerkonzepte, zentrale Einkaufsstrukturen und klar definierte Serviceprozesse erhöhen die Planbarkeit und senken operative Risiken. Hohe Auslastungsraten
Günstige Hotels erreichten auch in wirtschaftlich volatileren Phasen stabile Belegungszahlen und zeigten sich resilient gegenüber Nachfrageschwankungen. Diese Faktoren machten standardisierte Hotelmarken nicht nur für Betreiber, sondern auch für Immobilieninvestoren attraktiv.

Self-Check-in und Kioske Systeme als Effizienztreiber

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor moderner Budget‒Hotels ist der konsequente Einsatz von Self‒Check‒in‒Systemen und Kiosklösungen. Diese Technologien sind inzwischen integraler Bestandteil vieler neuer Hotelkonzepte.
Die Vorteile liegen auf der Hand:
  • Schnellere An‒ und Abreise ohne Warteschlangen an der Rezeption
  • Reduzierter Personalbedarf und damit niedrigere Fixkosten
  • 24/7‒Verfügbarkeit, insbesondere für späte Anreisen
  • Höhere Gästezufriedenheit durch flexible und selbstbestimmte Prozesse
Gerade bei Häusern mit hohem Durchlauf und kurzen Aufenthaltsdauern sind Self‒Service‒Lösungen ein entscheidender Wettbewerbsfaktor und unterstützten die wirtschaftliche Skalierbarkeit der Konzepte.

Hotelinvestmentmarkt 2025: Zahlen, Volumen und Renditen

Parallel zum operativen Wachstum zeigte sich auch der deutsche Hotelinvestmentmarkt im Jahr 2025 deutlich belebt. Im Jahr 2025 wurde ein Transaktionsvolumen von rund 1,8 bis 2,0 Milliarden Euro erreicht ein Plus von etwa 35–50 % gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil der Hotelimmobilien am gesamten Gewerbeimmobilienmarkt erreichte damit den höchsten Stand seit über zehn Jahren.
Rendite‒Benchmarks
  • Prime‒Renditen für Hotelimmobilien: ca. 5,25 % bis 5,50 %
  • Stabile Entwicklung über mehrere Quartale hinweg
  • Besonders gefragt: Objekte mit langfristigen Betreiberverträgen und starken Economy‒Marken
Im Vergleich zu anderen Assetklassen wie Büro oder Einzelhandel galten Hotelrenditen trotz höherer operativer Komplexität wieder als attraktive risikoadjustierte Anlageform.

Warum Economy-Hotels für Investoren attraktiv sind

Langfristig ist die EUDI‒Wallet als Infrastruktur gedacht. Neben der Identifikation kann sie Grundlage sein für:
  • Stabile Cashflows durch hohe Auslastung
  • Planbare Kostenstrukturen dank Standardisierung
  • Geringere Volatilität im Vergleich zu höherpreisigen Segmenten
  • Hohe Drittverwendungsfähigkeit der Immobilien
Insbesondere Budget‒ und Economy‒Hotels in guten Mikro‒Lagen galten als zukunftsfähige Assets für institutionelle Investoren, Family Offices und Betreiber‒Eigentümer‒Modelle.
Fazit: Strukturwandel mit Substanz – Budget- und Economy-Hotels als nachhaltige Wachstumstreiber
Der Vormarsch günstiger, standardisierter Hotelmarken in Deutschland ist Ausdruck eines nachhaltigen Strukturwandels. Marken wie Motel One, B&B Hotels, Premier Inn oder Spark by Hilton zeigten, dass effiziente Konzepte, technologische Automatisierung und klare Positionierung nicht nur operativ erfolgreich waren, sondern auch attraktive Renditen ermöglichten. Mit einem wachsenden Marktvolumen, stabilen Investment‒Benchmarks und zunehmender Professionalisierung dürfte das Budget‒ und Economy‒Segment auch über 2026 hinaus zu den wichtigsten Wachstumssäulen der deutschen Hotellerie zählen sowohl für Betreiber als auch für Investoren.
Der Erfolg günstiger, standardisierter Hotelmarken erweist sich damit nicht als kurzfristiger Zykluseffekt, sondern als Ergebnis eines dauerhaft wirksamen Strukturwandels. Effizienz, Skalierbarkeit und technologische Durchdringung entwickeln sich zu zentralen Wettbewerbsfaktoren, die Budget- und Economy-Konzepte langfristig als stabile und zukunftsfähige Säule des deutschen Hotelmarktes positionieren.
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