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Der Wandel des Payments in der Hotellerie: Wer jetzt nicht handelt, verliert Effizienz

Was Hoteliers jetzt strategisch entscheiden müssen
Marc Frauenholz
Self-Service Experte
Fachbeitragsautor
Der Zahlungsverkehr verändert sich derzeit schneller als viele andere operative Bereiche im Hotelbetrieb. Für Hoteliers ist das keine abstrakte Entwicklung, sondern eine konkrete Managementfrage: Wie lassen sich Zahlungsvorgänge so gestalten, dass sie Kosten senken, Abläufe vereinfachen und gleichzeitig das Gästeerlebnis verbessern? Aktuelle Marktauswertungen unter anderem aus der Retail‒Payments‒Market‒Studie 2025 von BearingPoint und OeNPAY zeigen eindeutig: Bargeldlose Zahlungen wachsen europaweit kontinuierlich. Gleichzeitig verschieben sich die Standards. Debitkarten, digitale Wallets und Echtzeitzahlungen verdrängen klassische Zahlungsformen und werden von Gästen zunehmend vorausgesetzt.

Debitkarte: Der verlässliche Standard im Hotelalltag

Für den Hotelbetrieb ist die Debitkarte heute das wichtigste Zahlungsmittel. Sie ist nahezu flächendeckend verbreitet, verursacht vergleichsweise geringe Kosten und wird von Gästen aller Altersgruppen akzeptiert. Besonders im stationären Einsatz an Rezeption, Terminal oder Kiosk bleibt sie das wirtschaftlich effizienteste Kartenverfahren. Entscheidend ist jedoch: Debitkarten sind längst nicht mehr nur physische Karten. In Wallets auf Smartphone oder Smartwatch werden sie mobil, kontaktlos und jederzeit verfügbar. Für Hoteliers bedeutet das: Wer Debitkarten akzeptiert, muss Wallets mitdenken, um internationalen Gästen und digitalen Erwartungen gerecht zu werden.

Payment beeinflusst die gesamte Guest Journey

Zahlungen sind längst mehr als ein Thema für den Check‒out sie beeinflussen nahezu alle Prozesse des Gastaufenthalts.
  • Online‒Buchung und Vorautorisierung
  • Check‒in, Self‒Check‒in oder Mobile Check‒in
  • Zusatzleistungen wie Parken, Spa oder Late Check‒out
  • Check‒out ohne Rezeption
Je reibungsloser diese Zahlungen funktionieren, desto weniger Personalaufwand entsteht und desto positiver wird der Aufenthalt wahrgenommen. Insbesondere Self‒Service‒Konzepte entfalten ihr Potenzial nur dann vollständig, wenn Zahlungsprozesse zuverlässig, schnell und medienbruchfrei integriert sind.

Instant Payments: Mehr Liquidität, weniger Abhängigkeit

Echtzeitzahlungen gewinnen auch für Hotels an Relevanz. Sie ermöglichen Zahlungseingänge innerhalb weniger Sekunden unabhängig von Uhrzeit oder Wochentag. Für Hoteliers kann das konkret bedeuten:
  • sofortige Anzahlungen bei Buchungen
  • direkte Belastung bei No‒Shows
  • schnelle Begleichung von Zusatzleistungen
Gleichzeitig reduzieren Instant Payments die Abhängigkeit von Kartenabrechnungen und deren zeitverzögerter Auszahlung. Besonders für kleinere und mittelgroße Betriebe kann dies die Liquiditätssteuerung deutlich vereinfachen.

Wallets und Automatisierung werden zum Erwartungsstandard

Digitale Wallets sind für viele Gäste insbesondere internationale Reisende bereits Standard. Hotels, die diese nicht unterstützen, erzeugen unnötige Reibungspunkte. In Kombination mit Self‒Check‒in‒Terminals, mobilen Schlüsseln und digitalen Meldescheinen entsteht ein Betriebskonzept, das rund um die Uhr verfügbar ist und gleichzeitig Personal entlastet. Payment wird dabei zum verbindenden Element zwischen Gast, Systemen und Prozessen.
Fazit: Payment ist eine Hotel-Management- und keine IT-Entscheidung
Für Hoteliers ist klar: Zahlungsverkehr ist kein reines Technikthema mehr. Er entscheidet über Effizienz, Kostenstruktur und Gästezufriedenheit. Debitkarten, Wallets und Instant Payments wachsen zu einem gemeinsamen Ökosystem zusammen, das flexibel und zukunftssicher gestaltet werden muss. Wer Payment heute als Hotelier strategisch denkt und in integrierte, offene Lösungen investiert, schafft die Grundlage für automatisierte Abläufe, einen geringeren administrativen Aufwand und ein modernes Gästeerlebnis. Zahlungen entwickeln sich damit vom notwendigen Übel zu einem strategischen Erfolgsfaktor im Hotelbetrieb.
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