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INTERGASTRA 2026 – Self-Service, Automatisierung und digitale Guest Journey im Fokus

Automatisierte Prozesse entlang der gesamten digitalen Guest Journey im Mittelpunkt.
Marc Frauenholz
Self-Service Experte
Fachbeitragsautor
INTERGASTRA 2026 Logo über Self-Service-Kiosk, kontaktloser Zahlungsterminal, Verkaufsautomat, Bestellterminal.

Zusammenfassung

Die INTERGASTRA 2026 in Stuttgart stand deutlich im Zeichen technologischer Effizienzlösungen für Hotellerie und Gastronomie. Besonders stark vertreten waren Anbieter aus den Bereichen Self‒Check‒in, Hotel‒Kiosk‒Systeme, Self‒Service‒Kassensysteme, Vending‒Automaten sowie unattended Payment‒Lösungen für Self‒Service‒Umgebungen. Auffällig war sowohl die hohe Ausstellerdichte in diesen Segmenten als auch die intensive Nachfrage seitens der Fachbesucher. Automatisierte Prozesse entlang der gesamten digitalen Guest Journey entwickelten sich damit zu einem der prägenden Leitthemen der Messe.

Strukturwandel als Treiber der Messe-Schwerpunkte

Die Hotellerie und Gastronomie befinden sich weiterhin in einem strukturellen Anpassungsprozess. Fachkräftemangel, steigende Betriebskosten und veränderte Gästeerwartungen erhöhen den Druck zur Prozessoptimierung. Entsprechend präsentierten zahlreiche Unternehmen Lösungen, die Personal entlasten, Wartezeiten reduzieren und gleichzeitig neue Umsatzpotenziale erschließen sollen. Technologische Systeme wurden dabei nicht isoliert betrachtet, sondern als Bausteine integrierter Betriebskonzepte von der Anreise bis zum Check‒out.

Self-Check-in und Hotel-Kiosk-Systeme: Standard statt Zusatzoption

Self‒Check‒in‒Lösungen zählten zu den sichtbarsten Produktkategorien auf der Messe. Zahlreiche Hersteller präsentierten modulare Terminalsysteme mit integrierter Ausweiserkennung, Payment‒Funktion, Zimmerkarten‒Ausgabe und PMS‒Anbindung.
Auffällig war die Bandbreite der Konzepte:
  • Stand‒alone‒Kioske für Budget‒ und Stadthotels
  • Designintegrierte Lösungen für gehobene Häuser
  • Kombinationsmodelle aus Rezeption und Self‒Service
Branchenbeobachter registrierten ein hohes Besucherinteresse, insbesondere bei Betreibern mittlerer und kleinerer Betriebe, die ihre Prozesse skalierbar gestalten wollen. Die Gespräche drehten sich häufig um Wirtschaftlichkeit, Amortisationszeiten und Integrationsfähigkeit in bestehende Systemlandschaften.

Self-Service-Kassensysteme und unattended Payment

Neben der Hotellerie war auch die Gastronomie stark vertreten. Self‒Service‒Kassensysteme mit integrierten Payment‒Terminals gehörten zu den meist frequentierten Ausstellungsbereichen.
Im Mittelpunkt standen:
  • kontaktlose Bezahlverfahren
  • Integration von Karten‒, Wallet‒ und QR‒Zahlungen
  • Altersverifikation und automatisierte Belegprozesse
  • Cloudbasierte Reporting‒ und Steuerungsmöglichkeiten
Unattended‒Payment‒Lösungen wurden zunehmend als eigenständige Infrastrukturkomponente präsentiert nicht nur für Kioske, sondern auch für Automaten, Außenbereiche oder hybride Verkaufsflächen. Die hohe Besucherfrequenz an diesen Ständen deutete auf ein starkes Investitionsinteresse hin. Viele Gespräche bezogen sich auf die Reduktion manueller Kassiervorgänge und die Erweiterung von Öffnungszeiten durch automatisierte Zahlungsprozesse.

Vending-Automaten und hybride Verkaufskonzepte

Ein weiteres Wachstumsfeld bildeten moderne Vending‒Systeme. Präsentiert wurden intelligente Automaten mit Touchscreens, Altersprüfung, bargeldloser Zahlung und Remote‒Monitoring. Insbesondere im Hotelumfeld wurden Automaten als Ergänzung oder Ersatz klassischer Minibars diskutiert. Auch 24/7‒Micro‒Markets in Lobbys oder Nebenflächen fanden starkes Interesse. Die Anbieter berichteten von einer steigenden Nachfrage nach ganzheitlichen Lösungen, die Hardware, Payment, Warenwirtschaft und Fernwartung kombinieren.

Digitale Guest Journey als verbindendes Leitmotiv

Übergreifend zog sich die digitale Guest Journey als strategischer Rahmen durch zahlreiche Ausstellerkonzepte. Von der Online‒Reservierung über Pre‒Check‒in, automatisierten Check‒in, digitale Meldescheine, mobile Zahlung bis hin zum Self‒Check‒out wurden integrierte Prozessketten demonstriert. Statt isolierter Einzellösungen standen zunehmend Schnittstellenfähigkeit, API‒Integration und Systemoffenheit im Vordergrund. Betreiber zeigten laut Ausstellerangaben besonderes Interesse an modularen Konzepten, die schrittweise implementiert werden können.

Hohe Ausstellerdichte und spürbare Marktdynamik

m Vergleich zu früheren Veranstaltungen war die Anzahl technologieorientierter Aussteller im Bereich Self‒Service und Payment deutlich sichtbar. Ganze Hallenbereiche widmeten sich digitalen Lösungen für Betrieb, Abrechnung und Gästekommunikation. Auch die Besucherresonanz spiegelte die Marktdynamik wider. Fachpublikum aus Hotellerie, Systemgastronomie, Projektentwicklung und Investment nutzte die Messe gezielt zur Evaluierung konkreter Automatisierungsprojekte. Branchenvertreter beschrieben die Nachfrage nach Self‒Service‒ und unattended‒Payment‒Systemen als „nachhaltigen Trend“ statt als kurzfristige Reaktion auf einzelne Marktimpulse.
Fazit: Self-Service etabliert sich als strategischer Erfolgsfaktor
Die INTERGASTRA 2026 unterstrich die zunehmende Bedeutung automatisierter Prozesse in Hotellerie und Gastronomie. Self‒Check‒in‒Systeme, Hotel‒Kioske, Self‒Service‒Kassen, Vending‒Automaten und unattended Payment entwickelten sich zu zentralen Bausteinen moderner Betriebskonzepte. Die hohe Ausstellerdichte in diesen Segmenten sowie das ausgeprägte Besucherinteresse verdeutlichten, dass Effizienzsteigerung, Skalierbarkeit und digitale Prozessintegration weiterhin zu den wichtigsten Investitionsthemen der Branche zählen.
Damit setzte die Messe ein klares Signal: Die Automatisierung der Guest Journey ist kein Randthema mehr, sondern ein struktureller Bestandteil zukunftsorientierter Hospitality-Konzepte.
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